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Bad Kötzting
in der Douzelage

Europäischer Partner Bad Kötzting in der Douzelage

Bad Kötzting ist Gründungsmitglied der Douzelage Städtepartnerschaft, die im Jahr 1991 auf eine Initiative der Stadt Granville in Frankreich entstand und 12 Mitglieder umfasste. Der Grundgedanke war, dass ein Zusammenwachsen Europas von „unten“, von den Kommunen erfolgen kann und nicht von „oben“ verordnet werden muss.

Der Name „Douzelage“ ist eine Kombination der französischen Wörter „douze“ (für die 12 Gründungsmitglieder) und „jumelage“ (Partnerschaft).

Die Douzelage hat es sich zum Ziel gemacht, aus jedem EU-Mitgliedsstaat je eine Kleinstadt in ihren Kreis aufzunehmen und ist bis heute auf 28 Mitglieder angewachsen. Aus diesem Netzwerk ergibt sich eine Vielzahl neuer Möglichkeiten und Freundschaften. Im Wesentlichen geht es um den Austausch auf den Gebieten von Kultur, Bildung, Sport und Tourismus. Der Grundgedanke eines friedlichen Europas, der auf der Freundschaft unter den Menschen an ihrem jeweiligen Wohnort und dem Respekt für die Verschiedenheit des Anderen beruht, steht dabei im Vordergrund.

 

Einmal im Jahr findet ein gemeinsames Treffen statt, das eine Partnerstadt ausrichtet. Diese Treffen stehen unter klar definierten Themen wie Umwelt und Naturschutz, Müllvermeidung, Nachhaltigkeit, Gesundheit und in den letzten Jahren auch Migration und Integration.

Aber auch neben den Jahrestreffen finden gemeinsame Projekte statt, bei denen vor allem der Jugendaustausch und gemeinsame Kulturveranstaltungen gefördert werden. Die Projekte können durch die Förderprogramme „Europe for Citizens“ und „Youth in Action“ der Europäischen Kommission unterstützt werden.

Weitere Informationen siehe:
www.douzelage.eu

Die Partnerstädte der Douzelage

 

Aktuelles und Projekte

Europa für Bürgerinnen und Bürger

Bad Kötzting beteiligt sich an dem EU-Projekt „Even Us Little Ones Count A Lot“ (EULOCAL)

und ist zusammen mit Marsaskala, Chojna und Velletri Projektpartner des Projektleiters Köszeg, Ungarn

Das Hauptziel des Projekts ist es, Menschen zu überzeugen, dass es ein Vorteil ist, in der EU zu sein. In einer Familie ist es offensichtlich, dass selbstverständlich auch das jüngste und kleinste Mitglied zählt. Was ist mit der Gesellschaft in einer Stadt, einem Land oder in der EU? Zählen kleine Nationen, kleine Länder? Sind sie wichtig für die EU? Ist die Europäische Union wichtig für uns? Wird sie zusammenbrechen, wie das Römische Reich? Wird es neue Austritte geben? All diese Fragen beschäftigen uns Tag für Tag. Eine Antwort ohne Demagogie und Vorurteile zu geben, ist schwierig. Es ist besonders wichtig, diese Fragen mit jungen Menschen zu diskutieren, die unerfahren sind und nicht wissen, wie die Europäische Union funktioniert.

Es soll verdeutlicht werden, wie wichtig jede einzelne – auch kleine – Aktion ist, um ein gemeinsames Ziel in unserer Nachbarschaft und folglich in ganz Europa zu erreichen. Dies gilt für jedes einzelne Projekt zu Themen wie Umweltschutz, bürgerliches Engagement, EU-Arbeits- und Bildungsmarkt, aber auch für Entscheidungsprozess vor Ort und sogar auf europäischer Ebene, wie etwa die Rotation der EU-Ratspräsidentschaft. Selbst die Zusammensetzung der Projektteilnehmer spiegelt unsere Ziele wider -  einige Partner kommen aus großen Ländern wie Deutschland, Italien, Polen und aus kleinen Staaten, wie Malta und Ungarn. Besondere Zielgruppe ist die Jugend, denn ihre Zukunft, wird das Leben in der EU sein.

The project

The main aim of our project is to convince people: being in EU is rather advantageous. In a family it is obvious, that even the little counts. What about the society: in a town, a country or in the EU? Do small nations, small countries count?  Are they important for the EU? Is the European Union important for us? Will it collapse like Roman Empire has? Will there be new exits? All of us meet these kind of questions day by day. The answer is difficult, if we would like to give it without demagogy and prejudice. It is particularly important to discuss these issues with young people, who are inexperienced, and don’t know how the European Union works.   

The aim of our project is to help the citizens – particularly the young ones – to think about these questions. Participants will discuss most of the above-mentioned questions in detail, but instead of explicit methods we rather use implicit ones, using proper methods we hopefully can give right answers. The proper methods are the most efficient ones: workshops, simulations, debate, exhibition, or in some cases lectures, study visits. These actions all will help participants to realize that in EU also the small countries are important. With different activities we also will prove how important the cultural diversity is, and how the decision makers support small, almost forgotten languages, like Maltese.

The other aim is to emphasize how important each single – even little – action is to reach a common goal in our neighborhood and consequently in the whole Europe. This is true for each individual action (like environment protection, voluntary work – even the smallest one etc.), but also in case of the decision-making process locally or even at European level – like rotation of the EU presidency.

Even the composition of this network reflects our aims: some partners are from large countries, like Germany, Italy, Poland, and small ones like Malta and Hungary. Special target group is youth as their future, life will be in the EU.

Projektpartner

Kőszeg www.koszeg.hu ist eine kleine, aber sehr lebendige Stadt, nur wenige Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt. Seine 800-jährige Geschichte, die vielen denkmalgeschützten Gebäude, seine verschiedenen kulturellen Gruppen helfen den Bürgern, die lokalen Traditionen nicht zu vergessen.

Chojna  www.chojna.pl  ist eine Kleinstadt in Westpolen und gehört zur Woiwodschaft Westpommern an der deutsch-polnischen Grenze, die hier durch den Fluß Oder gebildet wird

Marsaskala http://marsaskala.lc.com.mt/  ist ein Fischerdorf auf Malta am inneren Ende der Marsaskala-Bucht. Der Ort erstreckt sich über beide Seiten der Bucht und über den größten Teil des Kaps Il-Ħamrija, dem man in Malta den Spitznamen Sibirien verliehen hat, da es im Winter den eisigen Nordwinden ausgesetzt ist und die dortigen Gebäude vom Rest des Dorfes sehr weit abgelegen sind. Marsaskala hat eine ziemlich moderne Kirche und eine schöne Einkaufsmeile mit Geschäften, Restaurants und Cafés entlang der langen Pier

Velletri  www.comune.velletri.rm.it ist eine ca. 2600 Jahre alte, mittelgroße Stadt nur wenige Kilometer von der Hauptstadt Rom entfernt mit zahlreichen historischen Straßen und Gebäuden. Die Bürger sind stolz auf ihre Stadt und ihre Traditionen. Viele historische Gebäude wurden restauriert, teilweise durch finanzielle Unterstützung der EU. In der Projektvereinigung vertritt Tratti die Stadt. Tratti ist eine typische kulturelle und soziale Vereinigung mit vielen jungen Mitgliedern, die alle auf freiwilliger Basis mitarbeiten.

Die Einzelprojekte

Jede Stadt organisiert ein eigenes Projekt und lädt je 5 Personen aus den Partnerstädten ein:

1. Projekt Marsaskala,
19.-22.10.2017 – „Malta ein kleines Land und die Flüchtlinge“ und „Maltesich – eine vergessene Sprache“

2. Projekt Velletri,
12.-15.4.2018 – „Neue Mauern in Europa und neue Europäer“ und „JUS Soli law (Geburtsortprinzip) – Jugendliche, die in Italien als Kinder von Einwanderern geboren sind

3. Die Stadt Bad Kötzting
organisiert vom 7.-10.6.2018 zusammen mit Lehrern und Schülern des Benedikt-Stattler-Gymnasiums ein Projekt, das aus 2 Teilen besteht „Weltweites Bienensterben“ und „Das Grenzgebiet vor und nach dem Fall des Eisernen Vorhangs“. Als Projektabschluss wird der Europa-Steinkreis im Kurpark, der zurzeit aus 16 Grenzsteinen aus je einem EU-Land besteht,  um die fehlenden 12 Grenzsteine der übrigen Partnerstädte erweitert.

4. Projekt Chojna,
28.6.-1.7.2018 – „Lehrstellen für Berufsschüler in der EU“ und „EU-Arbeitsmarkt für Bürgerinnen und Bürger kleiner Kommunen - Erfahrungsaustausch“

  • Detaillierte Infos zum Projekt (Stadt Chojna)
    in deutsch und english
     

    5. Projekt und zugleich Abschluss in Köszeg
    vom 18.-21.10.2018 – „Schutz des Allgemeingutes WASSER“

    Codicil 2017

    New Codicil 2017

    On May 13th 2017 the partner towns signed the new codicil during the General Meeting in Bad Kötzting.

    Weitere Infos hier ...

    Auszeichnungen

    1995 mit dem Europadiplom als Anerkennung und Würdigung für das Geleistete auf dem Gebiet der europäischen Partnerschaftsaktivitäten.

    2001 mit der Europafahne für die seit zehn Jahren währenden Aktivitäten der Stadt Bad Kötzting innerhalb der Douzelage.

    2010 mit der Ehrenplakette des Europarates dafür, dass sich die Stadt in ganz besonderer Weise für das Zusammenwachsen Europas und damit für eine friedliche Zukunft einsetzt.

    Aktivitäten

    November 2018

    1. Treffen der Douzelage-Bürgermeister in Judenburg

    Die österreichische Partnerstadt Judenburg, ergriff die Initiative, die Bürgermeister der Douzelage-Partnerstädte zu einer Diskussionsrunde zu verschiedenen Themen einzuladen.

    Die Bürgermeister und Vizebürgermeister von Bad Kötzting, Köszeg, Marsaskala, Oxelösund, Skofja Loka, Siret, Tryavna und natürlich Judenburg waren anwesend. An dem Treffen nahmen auch Vertreter der Städte Chojna und Sherborne sowie die Präsidentin der Douzelage, Frau Annigje Kruitbosch, aus Meerssen teil. Mehrere Themen wurden diskutiert: die Umweltpolitik und  Stadtmarketing und das Sommerfest 2019 in Judenburg.

    April 2019

    Teilnahme an dem Projekt „Integrate Together for a Better European Future“, das im Rahmen des EU-Programms Bürgerinnen und Bürger für Europa in der maltesischen Partnerstadt Marsaskala stattfand.

    Hauptthema war die Flüchtlingsproblematik in Europa und vor allem auf der kleinen Insel Malta, für die die große Zahl an Asylsuchenden eine enorme Herausforderung bedeutet. Die Integration der Flüchtlinge und die Zukunft Europas wurde diskutiert. An dem Treffen nahmen auch Delegationen aus Meerssen/Niederlande und Chojna/Polen teil.

    Weil das Projekt in der Karwoche stattfand, konnten zahlreiche Ausstellungen besichtigt werden, die den Leidensweg Jesu sehr eindrucksvoll darstellten. Besonders beeindruckend war die Prozession mit hunderten von Darstellern durch die engen Gassen von Mdina, der ehemaligen Hauptstadt von Malta. 

    Mai 2019

    Teilnahme am General Meeting in der finnischen Partnerstadt Asikkala
    Abordnungen aus 26 von insgesamt 28 Partnerstädten haben vom 16. bis 19. Mai beim General Meeting, dem insgesamt 44. Jahrestreffen seit Gründung der Städtepartnerschaft Douzelage im Jahr 1991, die Marschrichtung für die Zukunft festgelegt. Im Mittelpunkt standen Fragen des Klima- und Trinkwasserschutzes und gemeinsame zukünftige Projekte.

    Die Partnerstadt Asikkala, rund 40 Kilometer nördlich des bekannten Wintersportortes Lahti an einem malerischen See gelegen, zeigte sich als großartiger Gastgeber in einer intakten Natur. Die neunköpfige Besuchergruppe aus Bad Kötzting unter Führung von Bürgermeister Markus Hofmann, war beim General Meeting mit Wolfgang Kerscher und Isolde Emberger, beim Jugendtreffen mit Simona und Caterina Gogeißl sowie Stefan Pielmeier und beim Treffen für Erzieher mit Simon Haselbauer vom Benedikt-Stattler-Gymnasium präsent.

    Juni 2019

    Mitglieder des Jugendrates Bad Kötzting bieten beim Stadtfest in der österreichischen Partnerstadt Judenburg Spezialitäten aus Bad Kötzting an.

    Juni 2019

    Eine starke Abordnung des Trachtenvereins beteiligte sich an den Folkloretagen in der niederländischen Partnerstadt Meerssen.

    September 2019

    Der Waldverein Bad Kötzting besuchte im Rahmen seines Jahresausfluges die ungarische Partnerstadt Köszeg, wo sie von Douzelage-Freunden herzlich empfangen wurden und bei einem typisch ungarischen Abend ein paar gesellige Stunden verbringen konnten.

    September 2019

    Bürgermeister Hofmann beteiligte sich auf Einladung der slowenischen Partnerstadt Škofja Loka an einem erneuten Treffen der Douzelage-Bürgermeister.

    Dieses Treffen war gleichzeitig die Auftakt- und Informationsveranstaltung für das EU-Projekt im Rahmen des Förderprogramms „Europa für Bürgerinnen und Bürger“, bei dem Škofja Loka Projektleiter und Bad Kötzting einer der Projektpartner ist.

    Das Projekt hat den Namen „JUNIORS FOR SENIORS – ACTIVE AGING“ und erstreckt sich über einen Zeitraum von 3 Jahren. Als Projektpartner wird auch Bad Kötzting 2021 ein viertägiges Treffen  organisieren.

    Weitere Projektpartner sind Köszeg/Ungarn, Judenburg/Österreich, Asikkala/Finnland, Bundoran/Irland, Susice/Tschechien, Rokiskis/Litauen, Holstebro/Dänemark, Siret/Rumänien, Meerssen/Niederlande und Kruje/Albanien (nicht in der Douzelage, aber Partnerstadt von  Škofja Loka).

     

    Aktuelle Einladungen von Partnerstädten

    Einladung zum St. Patricks Day 2020 in BUNDORAN

    Auskünfte erteilt Isolde Emberger, Tel. 09941/602 122
    Email isolde.emberger@bad-koetzting.de

    Info in englisch ( PDF )