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Bergahorn

Der größte und häufigste der drei bei uns verbreiteten Ahornarten.

Heimat:

Süd- und Mitteleuropa sind die Heimat des Bergahorns. Er wächst im Hügelland, vor allem aber im Mittel und Hochgebirge bis 1.600 Meter Höhe, bevorzugt auf frischen, nährstoffreichen und luftfeuchten Standorten. Im Bergmischwald ist er nach Fichte, Buche und Tanne die wichtigste Baumart. Die Blätter sind fünffach gelappt und stehen gegenständig am Zweig.

Blüte:

Die Blüten erscheinen im April bis Mai mit oder kurz nach dem Laubaustrieb und werden von Bienen und Fliegen bestäubt. Für die Honigbiene ist er auch bei Blattlausbefall durch die Bildung von Honigtau interessant. Die Früchte, auch Nüsschen genannt, hängen an Flügeln. Diese sind paarweise zusammen und spitzwinkelig angeordnet.

Besondernheit:

Der Bergahorn ist der forstwirtschaftlich interessanteste Ahorn, deshalb wurde er auch in Frankreich und auf den Britischen Inseln eingeführt. Die Bäume werden bis zu 500 Jahre alt, 3 Meter dick und 35 Meter hoch. Seine in der Jugend graue, glatte Rinde wird im Alter schuppig, rotbraun und blättert ab.

Wissenswertes:

Den Namen Bergahorn hat die Baumart wegen ihrer Hauptverbreitung in Berg – und Schluchtwäldern. Seit Jahrhunderten setzen sich Kinder die gespaltenen unreifen Nüsschen auf die Nase. Diese Schraubflügler fliegen in großer Zahl mit dem Wind mehrere hundert Meter weit. So kann ein einziger Samenbaum ein ganzes Hektar verjüngen.

Holzverwendung:

Ahornholz ist weiß bis hellgelb, hart und schwer. Es lässt sich gut beizen und imprägnieren, schwindet kaum und ist sehr abriebfest. Verwendung findet es im Möbelbau, für Holzböden, Tischplatten, als Messerfurnier und bei Musikinstrumenten. Die Klangböden von Geigen, Gitarren und Zithern sind aus ausgesuchtem, feinjährigem Ahornholz.

Heilkunst und Verwendung:

Der Frühjahrssaft wurde früher als Ahornsirup genutzt. Das Trojanische Pferd, mit dessen Hilfe die Griechen Troja erobern konnten, soll aus Ahornholz gewesen sein. Die Knospen und Blätter werden gerne vom Wild abgeäst. Als Baum der Optimisten und der guten Laune wird ihm eine beruhigende Wirkung zugesprochen.