

Der Baum des Jahres 2020. – Nicht zu verwechseln mit echten Akazie (Gattung: Acacia)
Diese Baumart ist ursprünglich in Nordamerika beheimatet. Sie wurde im 17. Jahrhundert in Europa eingebürgert und erreicht eine Höhe von bis zu 25 Metern. Leicht zu erkennen ist die Robinie an den gefiederten Blättern.
Vor allem im Frühsommer fallen Robinien wegen ihrer großen Blütenpracht auf. Die weißen, in Trauben hängenden Blüten sind zwischen 1,5 und 2,5 cm lang. Vor allem als Bienenweide ist die Robinie bei Imkern beliebt..

Doch wie so oft in der Natur: was besonders schön aussieht, kann gleichzeitig sehr gefährlich sein. Besonders Rinde und Früchte, aber auch Samen und Blätter des Baumes sind stark giftig – und zwar für Mensch und Tier. Zudem sind ihre Zweige mit spitzen Dornen besetzt
Robinien können bis zu 200 Jahre alt werden. Anzutreffen ist der Baum vor allem in Städten, da sie mit den dort herrschenden klimatischen Bedingungen gut zurechtkommt. Wegen ihrer Frosthärte bis zu – 32°C überlebt sie auch den Winter in deutschen Breitengraden. In den Wald ist sie sowohl durch Anpflanzungen als auch durch Gartenabfälle gelangt. Wegen ihrer extremen Fähigkeit zum Stockausschlag, ist die Eindämmung von unerwünschten Robinien sehr schwierig.
Zudem besiedelt sie aufgrund der Knöllchenbakterien auch karge Böden. Die Bakterien sitzen an den Wurzeln der Pflanze und fixieren Luftstickstoff, welcher sich im Boden anreichert. Dadurch verändert sich der Nährstoffgehalt im Boden auf Dauer erheblich, weshalb viele andere, ursprünglich auf den nährstoffarmen Böden vorkommende Pflanzenarten verdrängt werden. Sie zählt deshalb zu den invasiven Baumarten.
Ihr Holz ist sehr hart und beständig mit schmalem Splint und braunem Kern. Es findet häufig als Pfahl – und Konstruktionsholz Verwendung. Aber auch für Terrassen sowie Sport- und Spielgeräte ist das Holz gut geeignet.
Quellenangabe:
Baumkunde.de https://www.baumkunde.de/Robinia_pseudoacacia/ , nabu.de https://www.nabu.de/news/2019/10/27145.html