

Baum des Jahres 1990. Unser häufigster und wichtigster Laubbaum.
Namensgeber für alle Buchengewächse. Ihre Heimat ist Mitteleuropa. Von den Alpen (bis zu 1.600 Meter Höhe) bis ins Flachland ist sie die konkurrenzkräftigste Baumart. Als sommergrüner Baum erfreut im Frühjahr das helle Grün ihrer Blätter. Diese sind eiförmig, am Rand seidig behaart und 5 bis 10 cm lang. Der Baum erreicht Höhen zwischen 30 und 35 Metern.
Von April bis Mai kann man die weißlich gelben, eher unscheinbaren Blüten entdecken. Aus den weiblichen Blüten entwickeln sich die Bucheckern, welche man ab September auf dem Waldboden findet.
Buchenwälder prägten lange Zeit das Landschaftsbild in Mitteleuropa. Der Buchenanteil an der Gesamtwaldfläche in Deutschland beträgt heute noch 20%. Ihr Hauptvorkommen ist auch heute noch vom Flachland bis in die Mittelgebirge, sowie in den Alpen.
Den Namen Rotbuche hat unsere Buche nicht wegen der rötlichen Färbung ihres Herbstlaubes bekommen. Nein, ihr Name kommt von der Farbe ihres Holzes, welches im Vergleich zu dem der Hainbuche leicht rötlich wirkt. Buchenholz wird schon lange genutzt. Schon die Germanen verwendeten es für ihre Schriftzeichen. Runen wurden als Stäbe aus Buchenholz geschnitzt. Daher stammen im Übrigen auch die Begriffe „ Buchstabe „ und „Buch“.
Buchenholz ist vielseitig verwendbar. Buchenholz ist sehr hart und somit extrem robust. Deshalb wird es oft als Fußbodenbelag oder als Möbelholz verwendet. Buchenholz ist Alltagsholz, da man es häufig antrifft. Sei es als Frühstücksbrett, Stempel, Griff eines Besenstiels, Zollstock oder als einfaches Papier. Aber auch in Form von Paletten und Kisten kommen wir mit Buchenholz in Kontakt. Durch den hohen Brennwert ist es auch für das Kaminfeuer besonders gut geeignet.

Lange Zeit wurden Bucheckern zum Mästen der Schweine genutzt. Aber auch die Gewinnung von Buchenöl als Speiseöl oder Brennmittel war früher weit verbreitet. Bevor es Steinkohle gab, wurde aus Buchenholz Holzkohle gewonnen. Diese wurde vor allem in Glas- und Eisenhütten benötigt. Die Buchenholzkohle fand aber auch medizinische Verwendung durch ihre absorbierende und desinfizierende Wirkung. Auch heute noch ist Buchenholzkohle beliebt. Aus Kohlenmeilern gewonnen, wird sie vor allem als ökologische Grillkohle verwendet.
Quellenangabe:
Baumkunde.de https://www.baumkunde.de/Fagus_sylvatica/
Baum des Jahres.de https://www.baum-des-jahres.de/baeume-1989-2019/die-buche/