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Vogelbeere

Baum des Jahres 1997. Die Eberesche wird auch Vogelbeere genannt, weil ihre rotorangen Früchte im Herbst vor allem von Vögeln gefressen werden.

Heimat:

Das Mitglied der Familie der Rosengewächse hat seine Heimat in Mitteleuropa. Ihre Hauptverbreitung hat sie in den Mittelgebirgen, also auch im Bayerischen Wald. Sie kommt jedoch vom Tiefland bis in die Alpen auf 2.000 Meter Höhe vor. Der Baum erreicht Höhen bis 20 Meter. Die Blätter sind unpaarig gefiedert, oberseitig mattgrün und unterseitig graufilzig. Sie sind leicht zersetzbar und enthalten viel Magnesium. Vogelbeerbäume können bis zu 120 Jahre alt werden.

Blüte:

Im Mai und Juni blüht die Eberesche. Die Farbe reicht von weißlich über gelblich bis grünlich. Die Fruchtreife ist ab August. Die Apfelfrüchte haben einen leicht bitteren Geschmack.

Besondernheit:

Die Vogelbeere ist im Herbstkleid ein richtiger Augenschmaus. Die Farbenvielfalt reicht von goldgelb bis rotgelb. Ihre Rinde ist Papyrusartig silbrig bis grau glänzend, im Alter längsrissig und schwärzlich.

Wissenswertes:

Die Vogelbeere gilt als giftig, jedoch besitzen nur die rohen Früchte eine leicht giftige Wirkung für den Menschen. Ansonsten sind die Früchte jedoch genießbar, denn nur die frischen Früchte bereiten dem Menschen Bauchschmerzen. Richtig zubereitet sind die Früchte genießbar. Aus ihnen wird heute noch der Zuckerersatzstoff Sorbit gewonnen, welcher auch als mildes Abführmittel dient. Richtig lecker schmecken hingegen die Vogelbeermarmelade oder der Ebereschenschnaps. Ihren Namen hat sie wegen ihrer Blätter, diese ähneln der Esche. Früher wurde die Vogelbeere deshalb „Aberesche“ genannt. Übrig blieb das heutige Wort Eberesche. Den Namen Vogelbeere trägt sie, weil mit ihren Früchten früher Vögel angelockt und gefangen wurden. Aber auch Fuchs und Dachs schätzen die Früchte, da diese bis lang in den Winter verfügbar sind.

Holzverwendung:

Früher fand es in der Wagnerei und zur Herstellung von Fassdauben Verwendung. Heute wird es vor allem von Drechslern und Holzschnitzern genutzt. Man hat erkannt, dass die Qualität des Vogelbeerholzes unterschätzt wurde und nutzt es heute auch im Möbelbau und der Tischlerei, sogar Furniererzeugung ist möglich. Zudem ist es gut zu beizen.

 

Heilkunst und Verwendung:

Vogelbeertee ist vor allem bei Magenverstimmungen, Husten und Bronchitis ein wirksames Heilmittel. Die Eberesche galt in der germanischen Mythologie als Glück bringender Baum. Die Anpflanzung von Vogelbeeren soll angeblich Unheil von den Orten verbannen. Man hing sogar Zweige über Türen, um sich so vor Drachen zu schützen. .